Grundschule der Stadt Leipzig
 
Miteinander: Methoden, Strategien und didaktische Entscheidungen

Miteinander: Methoden, Strategien und didaktische Entscheidungen

Unsere Schule hat Otto Herz und Margret Rasfeld zum Präsentationstag FREIday eingeladen.

Otto Herz ist ein bekannter Reformpädagoge, er betont die Bedeutung einer partizipativen Demokratieerziehung/bildung in der Schule, bei der Kinder und Jugendliche aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. http://otto-herz.de/

Margret Rasfeld lebt in Leipzig und ist eine Bildungsinnovatorin und Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“. Margret Rasfeld zeigt mit ihrer Arbeit, wie wichtig es ist, Lernumgebungen zu schaffen, die Selbstwirksamkeit und Verantwortung fördern. https://www.deutschlandfunk.de/lernkonzept-frei-day-gesellschaftliches-engagement-lernen-dlf-827059fa-100.html

Beide Ansätze legen Wert darauf, Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, ihre Lern- und Lebenswelt aktiv mitzugestalten.


Wie ist es möglich, Friedensforschung und Friedensarbeit im Kunstunterricht zu bearbeiten?

Schüler:innen übersetzen Konfliktlösungsansätze in einfache Sprache, so dass auch Erstklässler:innen sie verstehen.
Eine Schreibkonferenz: Vom Ich zum Du zum Wir.
Vom Ich zum Du zum Wir: Die Schreibkonferenz in der Grundschule ist eine Methode. Die Schüler:innen schreiben zuerst individuell, in einem zweiten Schritt teilen sie ihre Texte in Gruppen und geben sich konstruktives Feedback. Gemeinsam überarbeiten sie die Texte und präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. https://lehrerfortbildung-bw.de/u_sprachlit/deutsch/gym/bp2004/fb3/01_prozesse/2_doku/4_formen/3_konferenz/
Im Plenum schreiben die Kinder die besten Ideen auf.
Zusammenarbeit Institut für Kunstpädagogik, Universität Leipzig: Die Kinder inszenieren ihre Ideen zum Thema Klassenfrieden und fotografieren die erarbeiteten Körperhaltungen und Gesten
Improvisationstheater, orientiert an Augusto Boal: Augusto Boal, ein brasilianischer Theaterregisseur und Theoretiker, revolutionierte das Improvisationstheater mit seiner Methode des „Theater der Unterdrückten“. Er glaubte, dass Theater nicht nur unterhalten, sondern auch soziale Veränderungen fördern sollte. Boal entwickelte Techniken wie das Forumtheater, bei dem das Publikum aktiv in das Geschehen eingreifen kann, um gesellschaftliche Probleme zu diskutieren und Lösungen zu finden.
Seine Ansätze betonten die Rolle des Publikums als „Spect-Actors“, die nicht nur Zuschauer, sondern auch Akteure sind. Diese Methoden wurden weltweit übernommen und angepasst, um in verschiedenen Kontexten wie Bildung und Aktivismus eingesetzt zu werden​ (Wikipedia)​​ (Participatory Methods)​.
Ein Zeichen für Lösungsstrategien finden.
Zeichenfindung: Mit Hilfe der Übersetzungs-App www.deepl.com suchen die Kinder geeignete Schlagwörter für ihr Thema in der englischen Online-Bibliothek www.thenounproject.com.
Ein Zeichen für „Das Problem nicht groß werden lassen“ finden.
Ein Zeichen für „Gemeinsam Lösungen finden und nicht einfach nur bestimmen„.
Tafelbild zum Thema „Klassenfrieden“ in Stichworten: „Zuhören, nichts kaputt machen, gemeinsam nach Lösungen suchen, nicht beschimpfen, das Gespräch suchen, gemeinsam Lösungen finden, keine Gewalt“. Das Tafelbild gibt einen inhaltlichen Überblick und zeigt, dass die Klasse alle sieben Konfliktlösungsstrategien bearbeitet.

Vom Klassenfrieden zum Schulfrieden

Wir besprechen im Plenum, welche Zeichen wir für die Ausstellung verwenden wollen.

Jetzt ist es Zeit zu lernen, kein Egoist zu sein

Die besten Strategie: Wie löse ich meinen Streit friedlich?

Die gelbe Wand

Die gelbe Wand“ ist eine 3×3 m große Präsentationsfläche in der Eingangshalle der Kurt-Masur-Schule, die 2022 mit Hilfe von Vätern aus er Schule gebaut wurde. Der Förderverein hat die Materialkosten übernommen. Die gelbe Wand ist zu einer Präsentationsfläche geworden, die Eltern und BesucherInnen unserer Schule darüber informiert, was im Kunstunterricht entsteht, erarbeitet und entdeckt wird.
Ausstellungsthema: „Freundschaftsbild und Selbstportät“.
Ausstellungsvorbereitung.
Kinder bei der Bildauswahl: Es können nicht alle Bilder auf der gelben Wand präsentiert werden.
Die gelbe Wand strebt an, ein Ort des Dialogs und des Austauschs zu sein, der kritische Fragen stellt und neue Perspektiven auf Kunst und Gesellschaft eröffnet. Ausstellungstehma: „Solidarität“.

Are you feeling good here?

Bezug zur zeitgenössischen Kunst: Die documenta 15 hatte das Motto „Lernen von der Welt“, eine globale Perspektive und das Bestreben, von unterschiedlichen Kulturen, Gesellschaften und Wissenssystemen zu lernen.
Wichtigkeit von Themen in verschiedene Kategorien eingeordnen:

Sehr wichtig, weil ..
Weniger wichtig, weil …
nicht jetzt, weil …
Schüler:innen dokumentieren ihre Kunstwerke.
„Das magische Gleichgewicht“.
Vorbereitung für den Workshop zum Thema Friedensforschung.

Interaktive Informationsgrafik

Interaktive Informationsgrafik, umgestetz im MdbK, Museum der Bildern Künste Leipzig.

Wolfgang Eschenhagen, Fachlehrer für Kunst und Werken, Kurt-Masur-Schule, Leipzig Sommer 2024